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Archive » Tebe » 2007 Juli

Bombastische Willkommensgrüße für rückkehrende Aramäer

Mor-Yaqub-Kirche in Bnebil. Foto: Jean-Nicole Saint-Laurent, 2005Die Familie von Hanna Musa-Sara aus dem christlich-aramäischen Dorf Bnebil bei Mardin verließ 1986 ihre Heimat und immigrierte nach Deutschland. Der Schwager von Hanna Musa-Sara wurde als Vertreter für ihre Besitztümer (Land + Haus) eingesetzt. Als der wiederum einige Jahre später auch Bnebil verließ, übergab er die Vertretung einem Moslem namens Bahri Celik.

Bahri Celik aber verkaufte das Anwesen der Aramäischen Familie seinem Sohn.

Vor einigen Jahren sagte Michel, der Sohn von Hanna Musa-Sara, seiner Familie sie müssten ihr Eigentum zurückverlangen. Michel versuchte das Eigentum seiner Familie wieder zu bekommen. Der Moslem verweigerte es aber. Sie boten ihm darauf 30.000 Euro an, wenn er ihnen ihr Eigentum zurückgäbe, aber er akzeptierte das nicht. Die Klosterführung des Dayro d-Za'faran bot zusätzlich weitere 20.000 Euro an, aber auch das wurde vom Moslem abgelehnt. Er werde das Eigentum "auch für 100.000 Euro" nicht zurückgeben, sagte er.

Die christliche Familie aus Bnebil leitete ein Gerichtsverfahren gegen den Moslem. Ein Gremium des Katasteramtes kam aus Diyarbakir und bestätigte den Anspruch der Aramäer auf das Land. Das Gericht in Mardin ebenfalls stellte fest, dass der Besitz der Familie von Hanna Musa-Sara gehört. Aber der Moslem akzeptierte das nicht und ging gegen des Gerichtsurteils in Berufung.
Das Verfahren wurde in Ankara fortgesetzt. Auch in Ankara wurde von zwei Gerichten der Anspruch der aramäischen Familie auf den Besitz bekräftigt. Die türkischen Behörden zwangen letztendlich den Moslem zur Rückgabe des Eigentums.

Die aramäische Familie aus Bnebil hat ihr Besitz, nach vier Jahren Streit, zurückbekommen. Sie hofft, dass das Verfahren als Beispiel für andere Menschen unseres Volkes dienen wird, die solche Probleme haben.

Die Unterdrückung der christlichen Minderheiten führte, vor einigen Jahrzehnten zu einem Exodus der Aramäer aus dem Tur‘abdin (südost Türkei) in aller Welt. Ihre verlassenen Dörfer und Häuser wurden fortan von den Moslems besetzt. Vor einigen Jahren reduzierte die Türkei, im Hinblick auf eine EU-Mitgliedschaft, ihr Druck auf die aramäische Minderheit. Dies führte zur Rückkehr einiger Aramäer, in ihre Heimat. Doch wie das obere Beispiel zeigt, gerieten sie in Streitereien mit der moslemischen Bevölkerung, die inzwischen das Hab und Gut der Aramäer sich, widerrechtlich angeeignet hatten. Um die Aramäer an der Rückkehr zu verhindern, wurden in den letzten Jahren zahlreiche Übergriffe und Anschläge auf sie verübt. Mal wurden sie von „Unbekannten“ unter Beschuss genommen, mal fliegen ihre Autos und Nutztiere, durch ferngezündete Bomben, in die Luft, mal werden Übernacht Handgranaten in aramäische Höfe geworfen und nicht wenige wurden auch schon mal verbal oder mit Waffen bedroht oder verprügelt.

Foto: Jean-Nicole Saint-Laurent, Mor-Yaqub-Kirche in Bnebil, 2005

10.07.2007

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